“Ungebaute Bauten”

Entwürfe Zwickauer Architekten | Europan-Wettbewerb | Zwickau 2050
Eröffnung: 23. Juni, 11 Uhr (Tag der Architektur: 23./24.6.2018)

+ Zum Tag der Architektur am 23./24. Juni zeigen wir zusammen mit der Kammergruppe Zwickau der Architektenkammer Sachsen Projekte Zwickauer Architekten, die nicht realisiert wurden.
+ Gezeigt werden auch die sieben Preisträger-Arbeiten des Europan Wettbewerbs.
+ Darüber hinaus stellt die Zwickauer Architektengruppe Zwickau 2050 ihre Ideen vor, die sich mit Entwicklungsvarianten vor allem zur östlichen Innenstadt beschäftigen.
+ Diese Ausstellung ist unser Beitrag zur 900-Jahr-Feier der Stadt Zwickau.

In einer weiteren für die Arbeit des Kunstvereins typischen Ausstellung stellen wir eine Verbindung von Kunst, Baukultur und Architektur her. Wir haben verschiedene Architekten aus Zwickau gebeten, uns ihre nicht gebauten Bauten, vielleicht auch ihre Visionen vorzustellen. Aus ihrer Sicht sollen besonders geglückte oder umstrittene Entwürfe die eigenen gestalterischen Phantasieräume offenlegen, dokumentieren und zur Diskussion stellen. Die Architekten der Zwickauer Kammergruppe, mit der zusammen unser Kunstverein die Ausstellung erarbeitet und realisiert, haben seit 1990 eine große Zahl an Projekten in Zwickau geplant und entworfen, die nie gebaut bzw. realisiert wurden – die Bandbreite ist groß, sie reicht vom kleinen Einfamilienhaus bis zu ungebauten städtebaulichen Großprojekten.

Die Ausstellung möchte die teilweise spektakulären Entwürfe, die in Schubladen liegen oder auf Festplatten weggespeichert wurden, hervorholen und der Öffentlichkeit präsentieren. Die Ausstellungsinszenierung möchte punktuell das nicht gebaute Zwickau vorstellen, vielleicht auch zeigen, was eventuell versäumt wurde und wie Zwickaus Stadtbild sich charismatisch hätte entwickeln können mit Bauvorhaben besonderer schöpferischer Weitsichtigkeit und auch Eleganz. Insofern hat diese Architekturausstellung nicht nur für Zwickau selbst ein visionäres Potential, das in den Ausstellungsstücken (Pläne, Photos, Videos, Computersimulationen, Modelle, Texte etc.) nachvollzogen werden. Die Architekten fragen insgesamt auch nach der architektonischen Modalität des “Was wäre, wenn”. Dies sind nicht nur unmittelbar ästhetische Fragestellungen, sondern ebenso Kommentare zur Macht des Faktischen, die an einigen Stellen eben vielleicht gelungenere Bauten verhindert hat. Mit anderen Worten, “da und dort” musste und sollte vielleicht schöneres und sinnvolleres, womöglich auch experimentelleres und provokanteres Bauen limitiert werden.

Sowohl für die ausstellenden Architekten ist es nach längerer Zeit eine Gelegenheit über die ungebauten Projekte zu diskutieren und sich an ihre nicht umgesetzten Interventionen zu erinnern. Auch für den Besucher dürfte es interessant sein, das eine oder andere “theoretischen Bauprojekt” zu begutachten bzw. kennenzulernen.

Wichtig ist uns auch diese Ausstellung mit einer intensiven Vermittlungsarbeit zu begleiten. So werden die beteiligten Architekten ihre Arbeiten in einigen Gesprächsrunden und Vorträgen vorstellen.

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