Erlebnistag mit Erfolgsgeschichte: 20 Jahre „Tag des traditionellen Handwerks“

Ein Erlebnistag mit Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum. Seit 20 Jahren öffnen im Erzgebirge alljährlich am dritten Sonntag im Oktober Handwerker sowie Einrichtungen und Manufakturen ihre Türen, um exklusive Einblicke hinter die Kulissen zu geben und Besucher in die Welt des Handwerks mitzunehmen. Dabei ist Vielfalt angesagt, denn es werden Gewerke jeglicher Art vorgestellt und präsentiert. Gespickt mit Rahmenprogrammen, wie Bastel- und Mitmachangebote, Musik, Kulinarik oder Führungen ist dieser Tag innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte zu einem herbstlichen Ausflugtipp geworden, den sich keiner entgehen lassen sollte.

Willkommen zum „Tag des traditionellen Handwerks“ am 20. Oktober 2019. Im Jubiläumsjahr öffnen 126 teilnehmende Betriebe im gesamten Erzgebirge ihre Türen, davon sind 31 schon am Samstag geöffnet, vor allem im Raum Seiffen & Olbernhau.

Natürlich sind auch die Hersteller der echt erzgebirgischen Holzkunst mit von der Partie. So zum Beispiel die renommierte Manufaktur „Wendt & Kühn“, deren Elfpunkte-Engel und Blumenkinder-Figuren weltweit begehrte Sammlerobjekte sind. Umso erstaunlicher ist es, den Weg vom geschliffenen Brett hin zu einer kunstvoll bemalten Figur zu bestaunen. Einblicke in die Wendt & Kühn- Welten gibt es am Firmenstandort in Grünhainichen sowie in der Figurenwelt Seiffen.

Besucher haben zudem die Möglichkeit, sich selbst an der Werkbank auszuprobieren: Sei es, das glühende Eisen mit dem Schmiedehammer zu bearbeiten, eine Glaskugel zu blasen, behutsam das Eisen beim Drechseln zu führen, einen typisch erzgebirgischen Spanbaum zu stechen oder den Teig für die Räucherkerzen selbst zu kneten und zu formen. Unnachahmlich ist dabei die Atmosphäre in den Werkstätten – hier wird geplaudert und gefachsimpelt.

Auch seltenes Handwerk kann bestaunt werden, wie zum Beispiel Porzellanhandmalerei, Seilern, Schindeln ziehen, das Destillieren edler Tropfen, Knopfherstellung, Buchbinden, Papierschöpfen, das Herstellen von Uhren- und Schmuck, Heuweben oder die Fertigung von Lederhandschuhen, Bürsten oder Rasierpinsel, um nur Einiges zu nennen.

Erinnerungen an blumige Sommerwiesen verewigen zwei Künstlerinnen bei der Herstellung von Blütenbildern, zu sehen im Stuhlbaumuseum Rabenau sowie im AmbrossGut Schönbrunn.

Die Fähigkeit, aus Fäden kleine Kunstwerke zu zaubern, ist heute eine faszinierende Nische im Handwerk, in der sich die Erzgebirger wohlfühlen und in der sie große Erfahrung haben. Die Fertigung dieser textilen Kostbarkeiten kann ebenfalls zum Tag des Handwerks beim Klöppeln, Posamentieren, Spinnen, Filzen und Weben bestaunt und ausprobiert werden.

Ebenso beteiligen sich Bäckerbetriebe am Aktionstag und es weht mancherorts bereits ein Stollenduft um die Nase. Wer schon immer wissen wollte, wie die Ringe in den Baumkuchen kommen, sollte die Bäckerei Weißbach in Schwarzenberg besuchen.

Kurzum: Kaum ein Handwerk bleibt hier unentdeckt!

www.erzgebirge-tourismus.de

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