Eine Uhr wie ein Wimmelbild

Im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte ist derzeit eine Foyer-Ausstellung zu sehen, in der eine ganz besondere Uhr präsentiert wird. Anlässlich seines 80. Geburtstages am 3. Januar 1956, wurde dem damaligen Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck, eine imposante Kunstuhr überreicht, die als Auftragsarbeit des DDR-Ministerrates unter Mitwirkung des Glashütter Uhrenbetriebes entstanden ist. Laut einer Beschreibung von damals stellt die detailreiche Uhr einen „Platz des sozialistischen Aufbaus“ dar. Die Anzeige der Zeit erfolgt über Zahlenringe an einem im Kunstwerk integrierten Turm. Bei laufendem Betrieb wird zu jeder vollen Stunde über ein Musikwerk der Refrain des Kampfliedes der Arbeiterklasse „Die Internationale“ abgespielt. Hauptakteure bei der Fertigung der Uhr waren der Leipziger Goldschmiedemeister Gerhard Fraundorf, der für die kunstvolle Gestaltung verantwortlich war, sowie Hans-Georg Belger, der seinerzeit als Konstrukteur im VEB Glashütter Uhrenbetriebe arbeitete.
www.uhrenmuseum-glashuette.com