KLENGEL & KLASS. Zeichenkunst um 1800

Foto: Kai Wenzel, GÖSAM

Um 1800 war Dresden ein Zentrum der bildenden Künste. Zwei namhafte Künstler dieser Epoche waren die Maler Johann Christian Klengel (1751–1824) und Friedrich Christian Klass (1752–1827). Von beiden bewahrt das Graphische Kabinett der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur zahlreiche Zeichnungen, die in dieser Sonderausstellung erstmals gemeinsam präsentiert werden. Klengel, geboren in Kesselsdorf bei Dresden, besuchte als Jugendlicher die Dresdener Kunstakademie und wurde Privatschüler des bekannten Malers und Grafikers Christian Wilhelm Ernst Dietrich und prägte später als Professor an der Akademie zwei Künstlergenerationen. Klass war fast gleichaltrig mit Klengel. Ein Studium an der Kunstakademie blieb ihm jedoch aus finanziellen Gründen verwehrt. Stattdessen bildete er sich autodidaktisch unter Anleitung des Malers Giovanni Battista Casanova weiter und erreichte ein bemerkenswertes künstlerisches Niveau. Wie Klengel war auch Klass für seine Landschaftsdarstellungen sowie seine Studien von Menschen und Tieren bekannt. Beide legten wichtige Grundlagen für die Kunst der Romantik. Die weitere Entwicklung der Zeichnung im 19. Jahrhundert zeigt die große Sonderausstellung „TRAUMZEIT. Zeichenkunst der Romantik“ im Görlitzer Kaisertrutz.
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