Erinnerungsort für einen großen sächsischen Künstler

Joachim Ringelnatz wurde am 7. August 1883 in Wurzen geboren. Schon früh identifizierte sich die Stadt mit dem Erbe des Künstlers, dessen Werk unter den Nationalsozialisten als „entartet“ galt. Seit 1945 erinnert eine Gedenktafel an den 1934 verstorbenen Ringelnatz. Die Geschichte des Hauses ist in mehrfacher Hinsicht für die Stadtgeschichte bedeutsam und reicht bis ins Jahr 1511 zurück. Zu Ringelnatz‘ 100. Geburtstag unterzog Wurzen das Haus einer Sanierung. Es wurde zum Kulturtreff unter dem Namen Ringelnatzhaus ausgebaut und schon am Vorabend der Deutschen Einheit als kultureller Veranstaltungsort genutzt. Seitdem steht das Haus für Literaturfreunde aus dem deutschsprachigen Raum offen. Ziel ist die schrittweise Entwicklung zu einer literarischen Gedenk-, Begegnungs- und Forschungsstätte für ein bedeutendes deutsches literarisches Erbe und einen großen sächsischen Künstler. Die Angebote sollen einem breiten Publikum Lust auf eine Begegnung mit dem Ringelnatz’schen Erbe machen. Im kleinen Lese-Café finden Vorträge oder Lesungen statt. Der Saal dient als Bühne für Puppentheater, Kabarett, Konzerte und Ausstellungen. Für Kitas und Schulen werden Führungen gestaltet, im Projektraum ist Platz für Kreativkurse, Kunstprojekte oder museumspädagogische Angebote. Und in Kooperation mit Kunsthochschulen ist geplant, Ausstellungen und Kunstwettbewerbe zu organisieren.
www.ringelnatz-verein.de

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