Verfolgung und Haft aus politi-schen Gründen, Protest und Widerstand zeigt die Ausstellung „Mut und Ohnmacht“ des Erinnerungsortes Torgau.
60.000 Häftlinge litten im Zweiten Weltkrieg in den Torgauer Militärgefängnissen. Unter ihnen waren Deserteure, Kriegsgegner und Widerstandsangehörige aus ganz Europa. Die Ausstellung erzählt ihre bewegenden Geschichten und zeigt die Bedingungen der Haft. Als Sitz des Reichskriegsgerichts war Torgau das wichtigste Zentrum der NS-Militärjustiz – einem wirkungsvollen Instrument, um Widerstand zu verfolgen und den Vernichtungskrieg abzusichern.
In der Ausstellung geht es außerdem um die sowjetischen Speziallager nach 1945 in Torgau und um politische Häftlinge während der SED-Diktatur – unter ihnen waren auch Jugendliche. Zu sehen sind berührende Interviews mit ehemaligen Häftlingen und Familienangehörigen, Biografien der Täter und eindrückliche Objekte.
Die Dauerausstellung „Mut und Ohnmacht“ und die Wechselausstellungen sind barrierefrei zugänglich. Der Eintritt ist frei. Führungen sind auf Anfrage möglich. Die aktuellen Öffnungszeiten sind unter „Besucherinformationen“ auf der Webseite aufgeführt: